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CNC Drehen — Verfahren, Werkstoffe & Toleranzen

Ein technischer Überblick: Wie funktioniert CNC-Drehen, welche Maschinen kommen zum Einsatz und welche Toleranzen sind realistisch erreichbar?

Was ist CNC-Drehen?

CNC-Drehen ist ein spanendes Fertigungsverfahren, bei dem sich das Werkstück dreht, während ein feststehendes Werkzeug Material abträgt. Alle Bewegungen steuert ein CNC-Programm — so entstehen rotationssymmetrische Bauteile wie Wellen, Flansche, Buchsen und Gewindespindeln wiederholgenau in Serie. Vom Prototyp bis zur Großserie: Gedrehte Teile sind das Rückgrat vieler Baugruppen in Maschinenbau, Antriebstechnik und Automation.

Mehr zu unserem Angebot finden Sie auf der Seite Lohnfertigung Drehen.

Verfahren beim Drehen

Längs- und Plandrehen

Das Grundverfahren für Wellen, Zapfen und Flanschflächen. Durchmesser und Flächen werden in wenigen Schnitten maßgenau gefertigt — wirtschaftlich bei kleinen wie großen Stückzahlen.

Bohren, Gewinden & Stechen

Innenbearbeitung direkt auf der Drehmaschine: Kernbohrungen, Innen- und Außengewinde, Einstiche und Fasen — komplett in einer Aufspannung und dadurch besonders maßhaltig.

Maschinen und Bearbeitungsbereich

Wir drehen Bauteile bis zu einem Durchmesser von Ø 250 mm und einer Länge von bis zu 500 mm. Geeignet für Einzelteile, Prototypen und Serien — vom einfachen Stift bis zur komplexen Gewindespindel mit mehreren Bearbeitungsstufen.

Werkstoffe im Überblick

  • Aluminium (EN AW-6082, 7075) — leicht, gut zerspanbar
  • Stahl (S235, C45, 42CrMo4) — hohe Festigkeit
  • Titan (Grade 5) — hochfest, biokompatibel
  • Kunststoffe (POM, PEEK, PA) — elektrisch isolierend, gleitfähig

Toleranzen und Oberflächen

Standardmäßig fertigen wir mit Allgemeintoleranzen nach ISO 2768-m/K. Enge Passungen an Durchmessern und Längen sind bis ±0,01 mm realisierbar. Drehoberflächen bis Ra 0,8 µm sind mit Standardwerkzeugen erreichbar; feinere Werte erzielen wir durch Schlichtbearbeitung mit reduziertem Vorschub oder durch Nachbearbeitung wie Schleifen und Polieren.

Konstruktionshinweise (DFM)

  • • Schlankheitsgrad beachten: Bei Länge/Durchmesser > 10:1 drohen Schwingungen — ggf. Lünette einplanen.
  • • Innenradien an Absätzen dem Werkzeugradius anpassen, scharfe Innenecken vermeiden.
  • • Gewinde in Standardmaßen (ISO-Metrisch) wählen — Sondergewinde erhöhen Kosten und Lieferzeit.
  • • Enge Toleranzen nur an funktionalen Flächen angeben, Rest nach Allgemeintoleranz.

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